| Home :: Projekte ::
Südamerika |
|
| Projekt Südamerika Herausgeber: Thomas Greifenstein JAMAICA In 2003 konnten aus Mitteln der Stiftung die spinnerartigen Nachtfalter (Bombyces) sowie die Schwärmer (Sphingidae), insgesamt über 4000 Falter, aus der Jamaika-Ausbeute von Herrn Dr. Ladislaus REZBANYAI-RESER, Luzern (Schweiz), erworben werden (die weiteren Insektengruppen der Sammlung befinden sich grösstenteils in der Zoologischen Staatssammlung in München, einige wenige Belege aber auch in anderen Sammlungen). Diese Ausbeute wurde von dem genannten schweizer-ungarischen Lepidopterologen in Nordwest-Jamaika, westlich von Montego Bay (Reading S.J., Spring Garden, Claraville) in den Jahren 1992-2002 während mehrerer Aufenthalte von insgesamt 32 Wochen mittels Tag- und Lichtfang, sowie 1995-97 auch mit kontinuierlichem Lichtfallenfang gesammelt und umfasst im Ganzen über 40.000 Tiere verschiedener Insektenordnungen. Die Auswertung liefert eine Reihe neuer faunistischer und taxonomischer Erkenntnisse und ist in einer Publikationsreihe geplant, von der bereits einige Veröffentlichungen erschienen sind: REZBANYAI-RESER, L.-1998. Beiträge zur Insektenfauna von Jamaika, Westindien (Karibik). 1. Einleitung und Tagfalter (Lepidoptera, Rhopalocera). - Entomol.Ber.Luzern 39:131-182. REZBANYAI-RESER, L.-1998. Beiträge zur Insektenfauna von Jamaika, Westindien (Karibik). 2. Dickkopffalter (Lepidoptera: Hesperiidae). - Entomol.Ber.Luzern 40:143-150. REZBANYAI-RESER, L.-1999. Beiträge zur Insektenfauna von Jamaika, Westindien (Karibik). 3. Schwärmer (Lepidoptera: Sphingidae). - Entomol.Ber.Luzern 41:109-134. MALICKY, H.-1999. Beiträge zur Insektenfauna von Jamaika, Westindien (Karibik). 4. Eine kleine Köcherfliegenausbeute (Trichoptera) aus Jamaika. Entomol.Ber.Luzern 42: 115-118. VITALI, F. & REZBANYAI-RESER, L.-2003. Beiträge zur Insektenfauna von Jamaika, Westindien (Karibik). 5. Bockkäfer (Coleoptera: Cerambycidae) Teil I+II. - Les Cahiers Magellanes 26:1-16 und 27:1-27. HÄTTENSCHWILER, P. & REZBANYAI-RESER, L. - 2003. Oiketicus jamaicana sp. nov., eine neue Psychide aus der Karibik (Lepidoptera: Psychidae) (6. Beitrag zur Insekten-fauna von Jamaica W. I.). Entomofauna 24:345-352. Eine weitere, schon erschienene Publikation ausserhalb dieser geplanten Reihe ist: VITALI, F.-2002. Acrepidopterum reseri, spec. nov., a new Jamaican longcorn beetle (Coleoptera, Cerambycidae, Lamiinae, Ptericoptini). Spixiana (München), 25 (2): 137-139. Die Bearbeitung der Familien Arctiidae und ein Nachtrag zur Sphingidae sind durch REZBANYAI-RESER zurzeit (2003) in Vorbereitung, die Bearbeitung der Psychidae ist durch Peter HÄTTENSCHWILER und REZBANYAI-RESER schon abgeschlossen. Diese Arbeiten sind zur Veröffentlichung in der Entomofauna vorgesehen. KUBA Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Provinz Holguin, Mn.Calixto, Garcia-Buenaventura La Brisa, Savane, 24.10.1998, leg. J.-P. RUDLOFF. Provinz Holguin, Mn.Calixto, Garcia Guayabo, Manigua-Veget.20.-22.10.1998, leg. J.-P. RUDLOFF. Provinz Holguin, Mn.Holguin, La Calabaza, Laubwald, 02.10.1998, leg. J.-P. RUDLOFF. COSTA RICA Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Cordillera de Talamanca, San Jose, Bergnebelwald “Avalon”, 2250m, 07.-10.05.1999, leg. J.-P. RUDLOFF. P.Nac.Esquina, Prov.Puntarenas, primärer Tieflandregenwald, La Gamba BIO-Station, 20.-22.5.1999, leg. J.-P. RUDLOFF. Prov. Cartago, Nationalpark, Cordillera Central, Guayabo, Regenwald, 17.-19.05.1999, 1050m, leg. J.-P. RUDLOFF. Prov.Heredia, Cordillera Central, Braulio Carillo, Sector Zurqui, Regenwald auf 1050m, 12.-16.05.1999, leg. J.-P. RUDLOFF. Puntarenas, Campo tres ca.1100m, 17km südlich von San Vito, Coto Brus, November 2001, leg.K.-H.FRISCHEISEN. VENEZUELA Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Cordillera de la Costa, Carabobo, Bejuma, “Casa Maria” Via Palmichal, ca. 850m, Novembre 1996, leg. Norbert FLAUGER. KOLUMBIEN Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Provinz Tolima-Municipio, aus der „Cordillera central“, 1150m, 6km westlich von Cuello am Rio Cuello, 16.-17.08.1998, leg. J.-P. RUDLOFF. Provinz Tolima-Municipio, aus der „Cordillera central”, 2750m, Cajamarca, La Luisa Rio Bermellion, 18.08.1998, leg. J.-P. RUDLOFF. Provinz Cundinamarca, Municipio El Oasis, 2150m, Bergwald oberhalb vom Flusstal, 15.08.1998, leg. J.-P. RUDLOFF. Provinz Cundinamarca, Ostkordilleren, Mn.Sasaima, Vereda-El Moreno, 05,0°N/74,4°W, 14.08.1998, trockener Bergwald auf 1460m, leg. J.-P. RUDLOFF. ECUADOR Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Napo, Tena, Amazonasbecken, September 1996, leg.Reinhard FOERSTER. PERU Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Ostkordillere, Junin, Satipo, Calabaza, ca. 2000m, November 1997, leg. Alfredo UGARTE. Ostkordillere, Junin, Satipo, Bajo Capiro, ca. 900m, April 1997, leg. Alfredo UGARTE. Ostkordillere, Junin, Satipo, Shanki, ca. 700m, Novembre 1997, leg. Alfredo UGARTE. Ostkordillere, Junin, Satipo, Alto Capiro, ca. 1000m, März 1997, leg. Alfredo UGARTE. BOLIVIEN Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Ostkordillere, Cochabamba, San Jacinto, 2800m, März und November 1996, leg. Alfredo UGARTE. Ostkordillere, La Paz, Guanay, November 1996, leg. Alfredo UGARTE. BRASILIEN In den Letzten Jahren konnte das Museum WITT einen großen Zuwachs an spinnerartigen Nachtfalten aus der neotropischen Faunenregion verzeichnen. Die Bearbeitung dieses Materials beschränkte sich bisher auf den Versuch einer Sortierung nach Familien und der Determination gut bekannter Arten. Für Brasilien ist das primäre Ziel dieses Projektes eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Familien und Arten, um im nächsten Schritt mit der Erfassung der „Fauna Espirito Santo“ zu beginnen. Südamerika bildet einen der sog. „Hot Spots“ der Biodiversität wobei insbesondere das Gebiet der tropischen Regenwälder im Bereich des Andenanstieges zu den artenreichsten weltweit zählt. Von allen Ländern Südamerikas ist die Fauna des Flächenlandes Brasilien noch vergleichsweise wenig untersucht und ausgewertet, viele Regionen sind praktisch Neuland. Unsere faunistischen Kenntnisse sind in Anbetracht der Vernichtung dieser riesigen Regenwaldgebiete völlig ungenügend, mehr noch: fast jede Ausbeute enthält wieder eine mehr oder weniger große Anzahl von der Wissenschaft bisher völlig unbekannten neuen Arten. Der seit 1995 in Brasilien lebende Noctuidae - Spezialist Hubert THÖNY führte in den Jahren von 1995 bis 2001 zusammen mit seinem Freund und Helfer Ronilson ALVEZ DOS SANTOS zahlreiche Expeditionen durch, die gezielt dem Lichtfang von Lepidopteren gewidmet waren. Ein Großteil der in diesen Jahren erbeuteten spinnerartigen Nachtfalter (Bombyces) und Schwärmer (Sphingidae) wurde dem Museum WITT überlassen und bildet heute mit ca.80.000 Tieren den Hauptanteil der Südamerika-Sammlung. In vielen Regionen Brasiliens wurde gesammelt, so im Amazonas nahen Rondonia, d. h. im faunistisch fast unbekannten Westbrasilien, in Bahia, in den Bergen um Rio de Janeiro, im Brasilianischen Bergland von Minas Gerais und im Atlantischen Regenwald von Paraná und Espirito Santo. Besonders hervorzuheben sind hier die viele tausend Tiere umfassenden Ausbeuten aus dem im Bundesland Espirito Santo gelegenen Dorf Tirol. Eines muss hier an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden: ohne Hubert THÖNY würde es heute eine so umfangreiche Südamerika-Sammlung im Museum WITT nicht geben. Bei Durchsicht der vielen Kästen mit präparierten unsortierten Faltern wird dem fachkundigen Betrachter sofort als ganz wichtige Komponente auffallen, dass auch die kleinsten Tiere, wie z.B. Vertreter der Familien Nolidae, Lithosiinae, Ctenuchinae (Syntomidae) oder Epiplemidae in einer sehr hohen Artenzahl vorhanden sind. Nicht nur bekannte, optisch sehr ansprechende Arten aus der Familie der Sphingidae, Saturniidae oder Arctiidae wurden gesammelt, sondern wirklich alles was dem Bombyces - Freund das Herz höher schlagen lässt. Natürlich wird sich erst nach einer genaueren Bearbeitung der Arten und Familien, eine wirkliche Wertschätzung dessen zeigen, was Hubert THÖNY in den vielen Expeditionen zusammengetragen hat. Aber wenn man nur bedenkt, dass Ausbeuten von mehreren tausend Tieren in der Zeit von 1995 – 2001 in Habitaten gesammelt wurden, die es heute schon nicht mehr gibt, deren Vorhandensein sich – im wahrsten Sinne des Wortes – in Rauch aufgelöst hat und die zur Landgewinnung für immer vernichtet wurden, ist aus meiner Sicht jedes noch so unbedeutende Tier aus diesen Gebieten unwiederbringlich und von großem wissenschaftlichen Wert. Vorstellung einiger Ausbeuten und Sammlungen: Espirito Santo Im Südosten Brasiliens, an der Atlantikküste, zwischen den Staaten Rio de Janeiro, Minas Gerais und Bahia liegt das kleine Bundesland Espirito Santo. Von der Küste her, sehr schnell ansteigend findet man eine üppige, von Flusstälern und Granitfelsen durchzogene Bergregion. Neben den häufigeren Kulturlandflächen ist hier auch noch ein Rest des ehemals riesigen Atlantischen Regenwaldes, der „Mata Atlantica“ vorhanden. Inmitten dieser Bergregion, ca. 30km südwestlich von Santa Leopoldina, findet man auf ca. 700m Höhe ein Dorf mit dem Namen Tirol. Das Dorf Tirol liegt eingebettet in noch dicht bewaldete Berge, zwischen Bananen- und Kaffeeplantagen, ca. 70km von der Hauptstadt Vitoria entfernt. Gegründet wurde das Dorf im Jahre 1859 durch Europäische Auswanderer, in der Hauptsache aus Tirol, die getrieben durch die schlechte wirtschaftliche Lage in Europa, eine neue Heimat suchten. Das Dorf Tirol liegt im so genannten „Kalten Land“, dies bedeutet subtropisches Höhenklima mit kühlen Nächten und heißen Tagen. Seit Oktober 1996 wurde die Region um das Dorf Tirol bis Santa Teresa im Norden und Biriricas und Boqueraó im Süden von Hubert THÖNY besammelt – der mit seiner Familie seit 1998 dort lebt und ein Gasthaus mit 16 Betten betreibt. Alle in Espirito Santo gefangenen Bombyces und Sphingidae wurden dem Museum WITT in München überlassen und umfassen heute eine Ausbeute von ca. 35.000 präparierten Tieren. Paraná Im Süden Brasiliens, an der Grenze zu Paraguay und Argentinien, zwischen den Bundesländern São Paulo und Rio Grande do Sul liegt das Bundesland Paraná. Dort, im Gebiet um Curitiba, im Küstengebirge der Serra do Mar, konnte Hubert THÖNY zwischen Februar und April 1998 intensiv Nachtfang betreiben. Einerseits war das Ziel dieser Expedition, die auch dort noch vorhandenen Reste der „Mata Atlantica“ zu besammeln und andererseits Vergleichsmaterial zum ca. 1000 km weiter im Norden liegenden Atlantischen Regenwald von Espirito Santo zu erhalten. Die nur schwer zugänglichen, bis zu 1300m hohen, prächtigen Steilhänge (Escarpments) des Küstengebirges Serra do Mar bewahren so die hier noch letzten Bestände eines der artenreichsten und Bedrohtesten Ökosysteme der Welt, die des Atlantischen Regenwaldes. Die ca. 10.000 spinneratigen Nachtfalter (Bombyces), die in zahlreichen Lichtfängen gesammelt wurden, konnten in ihrer Gesamtheit vom Museum WITT erworben werden. An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, noch etwas Allgemeines über den Atlantischen Regenwald zu schreiben, dessen Restbestände von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesen wurden und die dennoch in höchstem Maße gefährdet sind. Der Atlantische Regenwald (Mata Atlantica) Der Atlantische Regenwald erstreckt sich bandförmig entlang der Küste Brasiliens und gilt noch vor dem Amazonasregenwald als das artenreichste Ökosystem Brasiliens. Mit seiner Vielzahl an Baumarten - davon sind ca. 8000 Arten endemisch - ist es sogar das artenreichste Gebiet der Erde. Von einem Forschungsteam wurden pro Hektar 450 Baumarten gezählt, so viel wie in ganz Deutschland zusammen. Bekannt ist, dass 50% der hier vorkommenden Vogelarten und 55% der Pflanzenarten dieses Waldökosystems endemisch sind, also nur dort vorkommen. Die besonderen klimatischen Verhältnisse, die von den aufsteigenden Nebeln und Regenwolken des Atlantiks bestimmt werden, ermöglichten die Entwicklung einer unglaublich reichen Artenvielfalt in hoher Individuendichte. Aus einigen Erzählungen war zu entnehmen, dass in manchen Nächten, bei günstigen Bedingungen so viele Insekten anflogen, dass es als „Schneetreiben“ bezeichnet wurde und ein gezieltes Aufsammeln einzelner Tiere kaum mehr möglich war. Die „Mata Atlantica“ gilt vor allem wegen ihres hohen Anteils an endemischen Pflanzen und Tieren in der Welt-Biodiversität als einer der 15 so genannten „Hot-Spots“ und wurde 1991 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgewiesen. Trotzdem wurden zwischen 1990 und 1995 jährlich noch ca. 100.000 km² gnadenlos abgeholzt. Man schätzt den noch vorhandenen Restbestand des natürlichen Regenwaldes auf nur noch 52.000km². Dies entspricht ca. 5% der ursprünglichen Fläche und leider ist eine weiter fortschreitende Entwaldung noch längst nicht gestoppt. Aufgrund der prekären Situation um die Bewahrung des atlantischen Küstenregenwaldes, der sich zwischen Rio Grande do Sul und Pernambuco in Inselhaften Restflächen über 17 Bundesstaaten Brasilien erstreckt, sehe ich das Vorhandensein dieser Ausbeuten als einen sehr wichtigen Bestandteil der Südamerika-Sammlung im „Museum WITT“. Rondonia Von Hubert THÖNY erhielt das Museum WITT 1999 zwei artenreiche Ausbeuten aus dem zur Faunenregion des Amazonasregenwaldes gehörenden Rondonia. Bei Cacaulandia, im Gebiet der Jupau Indianer wurde von Ronilson Alves dos Santos im März und November 1999 Lichtfang betrieben. Untergebracht bei der Familie Schmitz auf der „Rancho Grande“ - eine richtige Urwaldlodge – wurde in dem noch primären Urwald der Umgebung gesammelt. Die gesamte Ausbeute der Bombyces aus beiden Exkursionen umfasst mehr als 10.000 Tiere und konnte für das Museum erworben werden. Minas Gerais (Poté) Schon im März 1994, zu Besuch bei seinen Schwiegereltern konnte Hubert THÖNY Nacht für Nacht die Straßenlampen von Poté besammeln. Wie er in seinem Bericht in der Facetta (Heft 2/1994) schon ausführlich beschrieben hat, ist auch dort noch eine große Anzahl an Arten und eine hohe Individuendichte der Nachtfalter vorhanden. Poté liegt ca. 900km nördlich von Rio de Janeiro im Bundesstaat Minas Gerais, inmitten des brasilianischen Berglandes auf einer Höhe von ca. 500m. Durchzogen von kleinen Flüssen und Bächen erblickt man sanft ansteigende Hügel, an deren Kuppen sich auch heute noch kleine Reste primären Urwaldes befinden. Mit dem Umzug nach Poté, im November 1995 in die Heimatstadt seiner Frau Sueli konnte Hubert THÖNY mit tatkräftiger Unterstützung brasilianischer Sammler die Gegend um die kleine Stadt das ganze Jahr über besammeln und eine stattliche Anzahl an Nachtfaltern erbeuten. Alle Bombyces und Sphinges wurden dem Museum WITT überlassen.. Weitere Ausbeuten aus Brasilien Etliche kleinere, mehrere 100 Tiere umfassende Ausbeuten aus den unterschiedlichsten Regionen Brasiliens, die von Hubert THÖNY oder Ronilson ALVEZ DOS SANTOS besammelt wurden, sollten hier noch kurz erwähnt werden. Im Januar 1997 war der Rio Paraguay in Mato Grosso das Ziel, hier wurde ebenso gesammelt wie im November desselben Jahres in Miracatu, in der Serra do Mar des Bundesstaates Sao Paulo. Auch aus Bahia, in der Buschlandschaft (Mata) um Jussiape, oder in der kleinen Stadt selbst, konnten von einheimischen Sammlern von 1996-1997 mehrmals Falter an den Straßenlaternen gefangen oder durch gezielten Lichtfang zusammengetragen werden. Ebenso wurde Anfang Dezember 1997 in Santa Catarina bei Treze Tilias im brasilianischen Bergland Lichtfang betrieben und im äußerstem Süden Brasiliens, im Bundesland Rio Grande do Sul um Sao Leopoldo hat Hubert THÖNY im Dezember desselben Jahres ca. 1000 Tiere erbeutet. Mehrere interessante und bemerkenswerte Fundorte von spinnerartigen Nachtfaltern aus Brasilien, die sich ebenso im Museum WITT befinden, sollten noch erwähnt werden. Es werden nur Fundorte aufgeführt von denen sich eine größere Anzahl an Tieren in der Sammlung befindet. Rondonia, Candeiras do Jamari, Rio Preto, 27.-31.08.1997, leg. FURTADO & Alfred MOSER. Mato Grosso, Alto Rio Arinos, Diamantino ca. 350m, 21.-29.09.1995, leg. FURTADO & Alfred MOSER. Bahia, Chapada-Diamantina-Nationalpark, Lencòis ca. 400m, Januar-Februar 1998, leg.Hubert THÖNY. Rio de Janeiro, Serra de Araras, Cachoeiras de Macacu, 11.-20.10.1996, leg. TANGERINI. Distrito Federal, Planaltina, ca. 40km nordöstlich von Brasilia, Oktober 1995, leg. D.F. Minas Gerais, Malacachets, ca.500m, Oktober 2000, leg. Hubert THÖNY. Minas Gerais, Brasilianisches Bergland, Ladainha ca.500m, Oktober 2000, leg.Hubert THÖNY. Minas Gerais, Umg.Mocambinho, Jaiba, 380m, 7.-16.01.1997, leg. TANGERINI. Parana, Serra do Mar, Tijucas do Sul, Castellano, 500m, 2.-29.04.1998, leg.Hubert THÖNY. Santa Catarina, Praia Grande, 800m, 22.04.1995, leg.Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Morro Reuter, Fazenda Padre Esterno, 500m, Dezember 1996, leg. Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Morro Reuter, Fazenda Padre Esterno, 500m, Februar 1997, leg. Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Morro Reuter, Fazenda Padre Esterno, 500m, März 1997, leg. Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Morro Reuter, Fazenda Padre Esterno, 500m, April 1997, leg. Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Caxias do Sul, 800m, 5.04.1996, leg. Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Ivoti, 200m 25.03.1995. leg.Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Presidente Lucena, 300-400m, 17.01.1998, leg.Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Carlos Barbosa, 23.04.1996, leg.Alfred MOSER. Rio Grande do Sul, Dois Irmaos, 350m, 19.11.1997, leg.Alfred MOSER. . Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Chilenischer Küstenregenwald, Region del Maule, Curicó, San Luis, 200-300m, März 1997, leg. Alfredo UGARTE. Region de Atacama, chilenischer Küstenregenwald, Freirina , September 1997, leg. Alfredo UGARTE. ARGENTINIEN Bemerkenswerte Fundorte, von denen sich eine größere Anzahl an spinnerartigen Nachtfaltern in der Sammlung im Museum WITT befindet: Misiones, Iguazú-Nationalpark, Februar 1994, leg. Reinhard FOERSTER. PARAGUAY Von Mitte Juli bis Mitte September 1994 betrieb Herr Walter PAVLAS, Deining, intensiven Lichtfang in der Provinz Alto Parana in der Umgebung von Ciudad del Este. Diese Winterausbeute aus einem Gebiet mit Resten von Primärurwald war besonders reich an spinnerartigen Nachtfaltern. Ebenso konnte er eine bemerkenswerte Ausbeute an Syntomidae einbringen. PATAGONIEN und FEUERLAND In den 80er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden von einem Team tschechischer Forscher, Landschafts- und Tierfotografen eine Reihe von Expeditionen in das südlichste Argentinien und Chile durchgeführt. Die unberührte, überwältigende Schönheit dieses Landes ist in einem faszinierenden Bildband mit Farbfotos von Jan KRECEK, Peter SUCHAN und Jiri RUML festgehalten, der in tschechischer Sprache erschienen ist: SUCHAN,P.(Hsg.)-1997. Velká Cesta K Paté Svéta. Primus Verlag, Praha, ISBN 80-85625-77-6. Die Sammlung von Jiri RUML, Praha, der als Entomologe auf diesen Reisen Tag- und Lichtfang betrieben hat, gelangte 2002 geschlossen ins Museum. |