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Arctiidae - List of Type


Über (2) Arctiidae

Drs. Rob DE VOS, Amsterdam, hat sich auf die orientalische Arctiidae spezialisiert und arbeitet seit 1988 an einer Revision von Nyctmerini (Arctiinae). Während zweier Forschungsaufenthalte im Museum hat er den gesamten Materialbestand dieser Gruppe (Nyctemerini) durchgearbeitet und die Sammlung von Grund auf revidiert. Bestand die Sammlung 1972 bei Übernahme der Sammlung DANIEL noch aus 2 Kästen, so hat sie heute, aufgestellt nach dem neuen System, nach der Bearbeitung aller Neueingänge einen Umfang von über 100 Kästen angenommen.
Korrespondierender Wissenschaftler > Drs. Rob DE VOS, Amsterdam

Dr. Werner THOMAS (1945-1991), mit dem sich einige Jahre lang eine sich stetig intensivierende Zusammenarbeit entwickelt hatte, wurde durch seinen völlig unerwarteten Tod mitten aus seiner Arbeit gerissen. Er war auf Arctiidae der palaearktischen und orientalischen Fauna spezialisiert und hatte bereits eine Reihe wertvoller Publikationen verfasst, in denen er sowohl Ergebnisse seiner umfassenden Reisetätigkeit veröffentlichte als auch erste Ergebnisse seiner revidierenden Tätigkeit (z.B. Revision der Gattung Lemyra Walker,1856), für die er jahrelang die Grundlagen geschaffen hatte. Die Grundlagen bestanden in seiner einzigartig umfangreichen Spezialsammlung, einem großen Fundus an Genitalpräparaten und Genitalfotografien und einer Sammlung von Diapositiven von Typenmaterial (Farbdiapositive von Typenfaltern ober- und unterseitig und Aufnahmen der Etikettierung) aus den bedeutendsten europäischen Museen. Einige Manuskripte konnten posthum fertiggestellt und publiziert werden. Zu dem in Konautorschaft mit David GOODGER, British Museum (Nat.Hist.), geplanten „Catalogue of Oriental Tiger Moths" lag bereits ein Konzept vor, das der Verstorbene wiederholt mit WITT diskutiert hatte. Leider konnte auch dieser wichtige Katalog von THOMAS nicht mehr fertiggestellt werden.

THOMAS hatte auch bereits begonnen, die Grundlagen für die Erforschung der Fauna Afrikas und Südamerikas zu schaffen, mit der er sich ein weiteres Ziel nach Abschluß seines geplanten Catalogue`s gesetzt hatte. Ein umfassender Fundus an Tütenfaltern insbesondere aus Südamerika harrte der Präparation. Somit hatte THOMAS mit diesem interessanten Material den Übernehmer seiner Sammlung gewissermaßen „unter Zugzwang gesetzt", etwas damit zu unternehmen und so die Grundlage und den Anstoß für das Forschungsprojekt „Südamerika" gegeben.

Die Tätigkeit des Arctiidae-Spezialisten Dr.Werner THOMAS wurde in seinem Nachruf mit Bibliographie (Nachr.entomol.Ver.Apollo, Frankfurt/Main 13(3a):265-278, 1993) gewürdigt. Seiner Tochter Kerstin THOMAS verdanken wir eine Dokumentation seiner umfassenden Reisen, die sie aus seinen Tagebüchern und den Ergebnissen persönlicher Recherchen zusammengestellt und veröffentlicht (ibidem p.405 ff.) hat. Sonderdrucke davon sind noch verfügbar. Die Sammlung und der wissenschaftliche Nachlaß gelangten Ende 1991 geschlossen ins Museum WITT.

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