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Die Bibliothek

Die Bibliothek wurde einhergehend mit dem Sammlungsmaterial zielgerichtet in Hinblick auf das Forschungsobjekt"Lepidopterologie" aufgebaut und ist somit eine reine Spezialbibliothek. Der Bestand an Literatur ist vollständig katalogisiert und besteht aus Büchern Bücher, thematisch gegliedert in mehrere Reihen sowie Zeitschriften, Sonderdrucken und Landkarten. Der Gesamtbestand an Zeitschriften ist im Zeitschriftenverzeichnis einzusehen.

Im Jahre 2004 erhielt die Bibliothek einen bedeutenden Zuwachs durch die Bibliothek des verstorbenen Prof. C.M. NAUMANN, Bonn, die geschlossen übernommen werden konnte. An Büchern waren Werke vor 1900 in reichhaltiger Zahl mit vielen Seltenheiten vorhanden, beginnend mit J.L. Frisch (1727) "Beschreibung von Allerly Insecten in Teutschland....", A.J. Rösel [von Rosenhof] (1746 ff.) "Insectenbelustigungen", C.Clerck (1759) "Nomenclator Extemporaneus..... " u.a., die, auch wenn bereits vorhanden, in ihrer Gesamtheit erhalten bleiben. Bestimmungsbücher, Standardwerke in ihren einzelnen Auflagen (Berge’s Schmetterlingsbuch (1842-1910) 1. bis 9.Auflage), auch Allgemeine Biologie sind äußerst reichhaltig bis dato vertreten. An Zeitschriften mit entomologischem Inhalt war ein Zugang von ca.170 Reihen zu ermitteln, die überwiegend abgeschlossen sind. Hier fielen einige Reihen als Dubletten (siehe unter Sonstiges) heraus, wobei jedoch von besonders seltenen Reihen wie Horae Soc. Ent. Rossicae, Stettiner Ent.Z., Deutsche Ent.Z. Iris u.a. auch die Zweitserie in den festen Bestand übernommen wurde.
In den Jahren 2015/16 erhielt die Bibliothek einen bedeutenden Zuwachs durch die Übernahme des Antiquariats Manfred GICK, Himmelkron sowie durch ein Geschenk von Frau Juliane DILLER, München, das Teile der Bibliothek deren Vaters, des bekannten Forschers der Neotropis H.W. KOEPCKE, enthält.

Besonders bedeutend im Nachlaß NAUMANN ist der Bestand an Büchern und Schriften über Faunistik der Lepidoptera. Gegliedert nach Ländern und darunter in geographischer Reihenfolge findet sich über die gesamte Palaearktis das faunistische Schrifttum über die Lepidoptera. Beginnend mit den frühen, oft im Eigenverlag herausgegebenen Faunenlisten des 19. Jahrhunderts sind in großer Zahl lokalfaunistisch äußerst schwer zu beschaffende Verzeichnisse vorhanden, oft mit handschriftlichen fortführenden Anmerkungen der Autoren, weiter bis zu den größeren in Buchform erschienen Zusammenfassungen, bestehend aus vielen Einzellieferungen bis hin zu modernsten Veröffentlichungen. Ergänzt wird dies durch Sonderdrucke, die in analoger Reihenfolge archiviert sind. Dieser für sich gesehen schon einmalige Bestand der Bibliothek NAUMANN wurde unverändert mit dem der Bibliothek WITT verschmolzen, die ähnlich aufgebaut ist. Auch wenn manches heute doppelt vorhanden ist, so gleicht keines der Exemplare dem anderen da sie ja meist aus Einzellieferungen individuell in Buchform gebunden wurden und nicht selten zusätzliche Arbeiten mit integriert wurden, ganz abgesehen von handschriftlichen Anmerkungen der Autoren. Die Geschichte der entomologischen Erforschung insbesondere der "Alten Welt" ist in den Reihen FF/ und QF/ eindrucksvoll und reichhaltig dokumentiert.

Von einer ganzen Reihe von Autoren sind sämtliche erschienenen Veröffentlichungen geschlossen im Original chronologisch geordnet vorhanden, so von DANIEL, MEIER, SIEDER, DE LAJONQUIÈRE, WOLFSBERGER. Auch NAUMANN verwandte auf die Erarbeitung der Bibliographie einzelner Lepidopterologen ganz besondere Sorgfalt und so ergänzt sich dieser Bestand um Autoren wie BOURSIN, WILTSHIRE, REISSER, AGENJO, TURATI, RUNGS, WARNECKE, WARREN u.a.

Die russische Literatur bildet einen Schwerpunkt. Es sind nicht nur die wichtigen Zeitschriftenreihen geschlossen vorhanden, sondern auch die verstreut erschienenen lepidopterologischen Veröffentlichungen ab 1914 bis zur Gegenwart sind nahezu vollständig dokumentiert. Dank enger Kooperation mit russischen Kollegen werden die heute weit verzweigten russischen Publikationen weiter genau verfolgt.

Die gesamte Bibliothek ist nach Autoren und in einem gesonderten Artenverzeichnis gemäß den Zielsetzungen des MWM erfaßt (Vgl.K.H.Wiegel -1970: Die Autorymbolmethode. NachrBlatt Bayer. Ent. 18: 106-112). 1993 begann die computerunterstützte Erfassung. Nach einem Computerabsturz 2011 wurde das System von Philipp Metzler,München, modernsten Erfordernissen angepasst und ist heute für korrespondierende Wissenschaftler via iphone von überall auf der Welt abrufbar.