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Callidulidae |
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| Callidulidae - Typenverzeichnis |
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| Über Callidulidae Die Familie bildet nach MINET (1991) die einzige Familie der eigenen Überfamilie Calliduloidea. Sie zerfällt in 3 Unterfamilien, die Callidulinae, Pterothysaninae und Griveaudinae. Die letzte Unterfamilie ist mit nur einer einzigen Gattung auf Madagaskar beschränkt. Die beiden anderen Unterfamilien sind weiter verbreitet, aber auch auf die alte Welt beschränkt; ihre Vertreter sind meist tagfliegend und weisen auch einen tagfalterähnlichen Habitus auf (besonders Callidulinae).
Die Pterothysaninae , häufig auch als eigene Familie gewertet, enthalten zwei Gattungen, wovon eine, Helicomitra, ebenfalls nur Madagaskar bewohnt, aber Pterothysanus ist in der Orientalischen Region weit verbreitet. Die Falter der Pterothysaninae erinnern an Geometridae. Die Gattung Pterothysanus, obgleich als große Rarität geltend, ist im Museum WITT in einem ganzen Kasten vertreten. Charakteristisch für diese Gattung ist die lange, den Analrand des Hinterflügels weit überragende Mähne. Die Unterfamilie umfasst etwa ein Dutzend Arten mit himalayanischer und orientalischer Verbreitung sowie eine Art von Madagaskar. Die orientalischen Callidulinae machen auf den ersten Blick den Eindruck von Bläulingen oder Zipfelfaltern und verhalten sich auch in der Natur ganz ähnlich. Sie sind häufig im Sonnenschein mit tagfalterartig nach oben zusammengeklappten Flügeln beim Blütenbesuch zu beobachten. Sie sind meist braun gefärbt, oft mit gelblichen Binden. Es ist nicht verwunderlich, dass selbst Spezialisten sie häufig fälschlich als Tagfalter ansprechen. Im SEITZ und anderen Standardwerken wird die Gattung Herimba fälschlich zu den Callidulinae gezogen, die in Wirklichkeit zu den Thyrididae gehört (MINET, 1989). Die Familie Callidulidae ist zoogeographisch interessant, da sie sich in Madagaskar und der Orientalischen Region findet, nicht aber auf dem afrikanischen Kontinent. Das Phänomen der Verwandtschaftsbeziehungen zwischen madegassischen und orientalischen Taxa ist möglicherweise durch plattentektonische Gegebenheiten erklärbar. Literatur MINET, J. (1989): Nouvelles frontières, géographiques et taxonomiques, pour la famille des Callidulidae (Lepidoptera, Calliduloidea). - Nouv. Revue Ent. (N. S.) 6: 351-368. MINET, J. (1991): Tentative reconstruction of the ditrysian phylogeny (Lepidoptera: Glossata). - Ent. scand. 22 (1): 69-95. |